Bei schwimmender Parkettverlegung eine hochwertige Unterlage verwenden

Vergessen Sie bei der schwimmenden Parkettverlegung nicht eine hochwertige Parkettunterlage

Alle Parkettböden benötigen bei schwimmender Verlegung eine hochwertige Parkettunterlage.

Die Parkettunterlage erfüllt mehrere technische Aufgaben

Beim Verlegen von Holz- und Laminatparkett auf einem Betonunterboden ist es wichtig, diese vor möglicher übermäßiger Feuchtigkeit aus dem Beton zu schützen.

Bei der Verlegung auf einem Betonunterboden sollte die Unterlage eine integrierte Dampfsperrfolie besitzen; fehlt diese, ist zuvor unter der Unterlage eine 0,2 mm starke Dampfsperrfolie zu verlegen. Bei SPC- und LVT-Vinylböden spielt die Dampfsperrfolie keine Rolle.

Die zweite Aufgabe der Parkettunterlage ist der Ausgleich leichter Unebenheiten des Unterbodens.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Ebenheit des Unterbodens den für die Verlegung des Materials geltenden Normvorgaben entsprechen muss – die Unterlage ist in diesem Bereich keineswegs ein Wundermittel. Vor den Verlegearbeiten ist die Ebenheit des Unterbodens stets zu prüfen. Entspricht der Unterboden nicht den Vorgaben, muss er vor Beginn der Verlegearbeiten ausreichend nivelliert werden.

Die dritte Aufgabe der Parkettunterlage ist die Dämmung von Geh- und Trittschall – also zu verhindern, dass das Begehen des Bodens oder auf den Boden fallende Gegenstände übermäßigen Lärm im Raum verursachen.

Diese Kennwerte werden beim Trittschall in Dezibel (dB) und beim Gehschall in Prozent (%) gemessen; je höher der Zahlenwert, desto besser dämmt die jeweilige Unterlage den Schall.

Der vierte und durchaus wichtige Aspekt ist die Druckbelastbarkeit der Parkettunterlage.

Die Druckbelastbarkeit ist besonders bei schwimmend verlegten, dünnen Bodenbelägen wichtig, wie zum Beispiel 4–5 mm starkem SPC und LVT sowie 6–7 mm starken Laminat- oder Furnierparketten. Für diese Produkte sind Unterlagsschäume aus dem günstigen Preissegment ungeeignet. Verwendet man beispielsweise bei SPC-/LVT-Böden einen dünnen, lockeren Unterlagsschaum von 3 mm, kommt es aufgrund der geringen Druckbelastbarkeit des Schaums beim Ausüben von Druck auf den Boden und dessen Klickverbindungen zu einem übermäßigen Durchsacken, und die Klickverbindungen können sich lösen oder sogar brechen. Ähnliche Probleme können auch bei dünnen 6–7 mm starken Laminat- und Furnierparketten auftreten. Eine Unterlage mit hoher Druckbelastbarkeit ist auch bei kleinformatigen Holz- und Laminatparketten wichtig, wie zum Beispiel bei schwimmend verlegten Fischgrätparketten, die das genannte Problem zusätzlich verstärken. Die Druckbelastbarkeit wird in Kilopascal (kPa) gemessen; je höher der Wert, desto besser hält die Unterlage dem auf sie ausgeübten Druck stand. Die Anforderungen an die Druckbelastbarkeit der Unterlage sind meist in den Verlegeanleitungen der Hersteller angegeben, und falls die Druckbelastbarkeit der verwendeten Unterlage niedriger ist als der angegebene erforderliche Wert, erlischt bei auftretenden Problemen die Herstellergarantie.

Als fünften Aspekt ist bei Böden mit Fußbodenheizung der Wärmedurchlasswiderstand der Parkettunterlage zu nennen.

Luftige und leichte Parkettunterlagen wie zum Beispiel weißer Unterlagsschaum sind keine guten Wärmeleiter und haben einen zu hohen Wärmedurchlasswiderstand. Grundsätzlich gilt die Regel: Je schwerer bzw. dichter die Unterlage, desto geringer ist ihr Wärmedurchlasswiderstand. Als guter Wert gilt ein Wärmedurchlasswiderstand der Parkettunterlage von 0,01 m²×K/W.

Bei Verwendung einer Unterlagsmatte mit Feuchtigkeitssperrfolie ist die überstehende Folie auf die jeweils nächste Bahn zu legen, und die Verbindungsstellen sollten miteinander verklebt werden. Unbedingt ist darauf zu achten, dass sich die Unterlagsmatte selbst nicht überlappt, da dies zu Unebenheiten des Unterbodens führt. Es empfiehlt sich, die Unterlagsmatte zusätzlich zum Boden mit etwa 1 cm Überstand an der Wand hochzuführen, denn so schützen Sie bei zu feuchtem Beton das Bodenbelagsmaterial auch in den wandnahen Bereichen.

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